GEZ Update – Erlebnisbericht eines GEZ-Kritikers

Liebe Freunde,

hier stelle ich den Start eines Erlebnisberichtes des GEZ-Kritikers Florian Keil aus Mannheim vor. Dieser Text soll euch ein wenig das Fenster öffnen zum Einblick in die persönliche Erlebniswelt eines vom ÖRR-Zwangssystem bedrohten Kritikers. Der Gastautor wird ab jetzt in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen diesen Bericht, je nach sich neu ergebender Situation und Begebenheit, entsprechend aktualisieren bzw. ergänzen.

Gruß Jörg (Systemkritiker)

Bild könnte enthalten: 2 Personen, Text

Gastautor FLORIAN KEIL

Hallo Leute, man kann es nicht glauben, wenn man es nicht selbst erlebt. Meine Mutter schüttelt täglich den Kopf, wenn ich ihr neue Geschichten vom Beitragsservice erzähle. Gestern wurde ich von der Obergerichtsvollzieherin zur Vermögensauskunft geladen, also einer Eidesstattlichen Erklärung, welche eigentlich nur Richter durchführen dürfen. Ich kam bei ihr an, in ihrem Wohnhaus – nein kein Amtsgebäude. Ihr Mann saß die ganze Zeit vor einem riesigen Flachbildschirm und schaute Sinnloses. Sie saß unten in ihrem Keller. Kein Hallo, nur „Wie ist Ihr Name“. Dann „Sie kommen zum zahlen?“. Ich „Klar! Aber bitte weisen Sie sich doch vorher aus, dass ich auch glauben kann, dass Sie Obergerichtsvollzieherin sind!“ Sie wollte erst nicht, aber sie ist dazu verpflichtet. Sie zeigte mir ihren Dienstausweis, welcher Sie allerdings nicht zu einer Beamtin und somit auch nicht zur Abnahme einer Eidesstattlichen Erklärung legitimiert. Als ich ihr das sagte, wurde sie immer lauter und lauter. Rief dann ihren Mann und warf mich raus. ;o) Eine Gerichtsvollzieherin darf nicht vollstrecken oder andere hoheitliche Maßnahmen durchführen, denn sie ist nur selbstständig angestellt. Sie tut es aber trotzdem und wird von den Gerichten gedeckt. Denn immerhin machen die Gerichtsvollzieher die Drecksarbeit und haften dann auch noch eigenständig. Ganz schön cool für die Gerichte etc. Ich erlebe täglich dass unsere Institutionen, Gerichtsvollzieher, Ämter auf den Seiten des Geldes, der Reichen und Mächtigen sind. Es wird weggeguckt, weggenickt, Hauptsache man kann seinen Job und seinen Lebensunterhalt behalten. Auch wenn man dafür ehrbare Bürger mit Haftandrohung, Pfändung von Konto oder Rente, Hausdurchsuchung, Kontosperrung etc. bedroht. Es ist echt krass mitzuerleben wie der Staat gegen seine eigenen Bürger kämpft und sie, wie unsere Tiere auf der Schlachtbank ausbluten lässt. Als Nächstes wird nun mein Konto gepfändet. Um dem zu entgehen muss ich ein Pfändungsschutzkonto eröffnen, was einen Schufaeintrag mit sich ziehen kann. Ich muss dann mein Leben umstellen, weil ich nur noch einen gewissen Betrag als Eingang haben darf, sonst wird dieser Mehrbetrag umgehend gepfändet. All das macht mir klar, wir leben in keiner Demokratie. Die Diktatur besteht in vielen Aspekten unbemerkt weiter. Ich fühlte mich gestern, wie eine Hexe auf dem Scheiterhaufen. Wertlos, ehrlos! Dies lasse ich nicht mit mir machen und stelle mich dieser Willkür in den Weg. Es geht nicht um 177,50 Euro die ich der GEZ zahlen müsste. Es geht darum zu sagen: „Es reicht jetzt, ihr seid zu weit gegangen. Ihr habt nicht das Recht dazu und vor allem auch die Pflicht uns zu schützen und zu ehren“. Ich bin gespannt wie es weiter geht. Es lehrt mich sehr viel Selbstvertrauen, Ruhe im Inneren, das Gute sehen und vor allem den Blick zu schärfen was wirklich passiert. Eigentlich bin ich dankbar für all das was ich lerne, erleben darf.

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