Der Wind dreht! Die Geopolitik der US-Macht verändert sich!

Rex Tillerson Foto: MANDEL NGAN/AFP/Getty Images

Liebe Freunde,

die Tatsache, dass der US-Außenminister Tillerson das NATO-Treffen im April schon jetzt absagte, lässt aufhorchen. Und zwar zurecht! Denn hier scheint etwas in Gang zu kommen, was niemand bisher gewagt hätte auch nur im Mindesten daran zu glauben. Die USA unter Präsident Donald Trump scheint sich, zumindest teilweise, vom transatlantischen Bündnis, und nicht zu vergessen damit auch von der EU, abzuwenden. Freilich wird es nicht zu einer totalen Scheidung von diesem Militärbündnis kommen, denn das wäre nicht wirklich im Sinne der us-amerikanischen außenpolitischen Interessen. Doch, wer jetzt noch so überrascht tut, hat noch immer nicht gelernt und akzeptiert, dass wir uns, seit der Wahl Trumps zum US-Präsidenten, in einer weltpolitisch bedeutungsvollen Zeitenwende befinden. Es ist eine Abwendung mit Ansage, und zwar schon seit dem im Jahr 2016 stattgefundenen Vor-Wahlkampf. Bereits da hatte Donald Trump nämlich seine außenpolitischen Vorstellungen und geopolitischen Ambitionen in zahlreichen Wahlkampfveranstaltungen angekündigt und erläutert. In diesen hatte er seine dsbzgl. Prioritäten fast punktgenau abgesteckt. Wer seine dort gemachten Ankündigungen und Aussagen nicht ernst genommen hat, und sie noch immer nicht ernst nimmt, hat bis heute nicht begriffen, dass mit Wladimir Putin und Donald Trump eine völlig andere Art von Staatsführer die Weltbühne betreten haben. Noch beim Besuch der Kanzlerin Merkel am 17.03.2017 bekräftigte laut n-tv Donald Trump wieder „seine Unterstützung für die NATO – ebenso wie seine Forderung nach höheren Rüstungsausgaben der Mitgliedstaaten“, was genau auf die o. g. Zielsetzungen des Präsidenten in seiner Aussage hindeutet. Trump sieht die zukünftigen militär- und geopolitischen Interessen der USA weniger in Europa, sondern vielmehr im asiatischen Raum.

Wer diese Entwicklung aufmerksam beobachtet und als solches auch ernst genug nimmt, kann nur zu dem Schluss kommen, dass zwar  nicht Europa als Kontinent, aber um so mehr die EU als künstlich geschaffenes Konstrukt zugunsten bloßer wirtschafts- und finanzpolitischen Interessen für die Großmächte nicht mehr interessant genug ist, und bei genauem Hinsehen regelrecht auch und gerade politisch abgewirtschaftet hat. Donald Trump scheint außerdem zu erkennen, wo zumindest z. Zt. die sicherheitspolitischen Prioritäten stehen müssen, bzw. wie außerordentlich wichtig es ist, auch für die Zukunft einen großen Krieg zu verhindern. Da muss man ganz besonders auf DIE drei Krisengebiete schauen, wo es ohne die Einbindung der beiden Mächte Russland und China keine Befriedung bzw. Friedenserhaltung geben kann.

Krise 1 – Ukraine-Krieg:

Das Ukraine-Abenteuer droht der USA wirtschaftlich schon längst nicht mehr das einzubringen, was ursprünglich mal beabsichtigt war. Die Ukraine ist finanziell inzwischen ein Fass ohne Boden. Das Land ist inzwischen bis ins Kleinste ausgeplündert, und droht nun mehr als nur einmal in die totale Staatspleite zu schlittern. Die USA scheint inzwischen keinerlei Motivation mehr zu verspüren, dieses ausgeblutete Land und seine absolut korrupte Regierung weiter finanziell zu stützen. Die Ukraine steht, aufgrund zahlreicher Scharmützel mit den faschistischen Verbänden des „rechten Sektors“ und der „Assov“,vor einem  neuen Bürgerkrieg. Zahlreiche Intrigen diverser Kreise um macht- und geldgierige Oligarchen und ihre politischen Helfershelfer hinter dem Rücken des ukrainischen Präsidenten, lassen dessen Regierung jeden Tag instabiler erscheinen. M. E. sieht Donald Trump dieses Land längst als verloren, möchte aber nicht derjenige sein, bei dem die USA ihr Gesicht vor der westlichen Welt verliert. Aus diesem Grund wird er mit Wladimir Putin eine Vereinbarung suchen, bei der möglichst alle Seiten ihre Interessen und eben ihr Gesicht wahren können.

Krise 2 – Syrien-Krieg:

Schon während seinem Wahlkampf kritisierte Donald Trump die Politik Obamas bzgl. Syrien. Vor allem vor dem Hintergrund der scheinbaren (gewollten oder ungewollten) mangelnden Effizienz des US-Militärs im Kampf gegen den sog. IS. Inzwischen scheint auch die Gemengenlage der verschiedensten Interessen der in diesem Krieg involvierten Staaten so kompliziert und unübersichtlich, dass für den US-Präsidenten wohl der beste Weg erscheint, sich Zug um Zug aus dieser geopolitischen Missere und militärischen Pleite herauszulavieren. Aus Sicht Trumps ist wegen der militärischen Einmischung Russlands zugunsten des syrischen Präsidenten Baschae al Assad, der Krieg im Sinne der wirtschaftspolitischen Interessen der USA nicht mehr zu gewinnen. Einziger Weg scheint demzufolge, eine, mit Russland, Türkei und Syrien ausgehandelte Vereinbarung, die den wirtschaftlichen Interessen aller beteiligten Staaten dient. Auch dafür ist Russland ein außerordentlich wichtiger Verhandlungspartner. Die EU spielt hier nur ein sehr untergeordnete Rolle.

Krise 3 – Drohender Krieg mit China und Nordkorea:

Unlängst schien die Regierung Trump gegenüber Nordkorea zwar wieder in alt bekannten Mustern zu verfallen, indem sie unmissverständlich aufzeigte, dass gegenüber dem nördlichen Teil Koreas, inzwischen „alle Optionen auf dem Tisch liegen“, also auch eine kriegerische Auseinandersetzung nicht ausgeschlossen wird, was jedoch nur als das zu erkennen ist, was es sein soll, eine deutliche Sprache gegenüber einem Diktator, der eine andere, nämlich eine diplomatische Sprache, nicht versteht.Nicht mehr und nicht weniger! Der Besuch des Außenminister Tillerson in China wird m. E. dazu dienen, dass er versuchen wird zu erreichen, dass China als Schutzmacht Nordkoreas bzgl. der wachsenden Nuklearbedrohung durch seinen kleinen Bruder, künftig stärkeren Einfluss mit mehr Druck ausüben wird. Möglich wäre z. B. auch, dass der US-Außenminister in diesem Zusammenhang der Überbringer eines für China äußerst interessanten US-Angebotes ist, wo es um die vielfach umstrittenen Inseln im Pazifik und dem Japanischen Meer und den dort vermuteten großen Öl- und Gasvorkommen  gehen könnte. Und genau hier spielt die EU/NATO überhaupt gar keine Rolle.

Vor diesen Hintergründen erscheint nun die Entscheidung FÜR ein Treffen mit Russland und China und GEGEN die Nato geradezu logisch und zwingend, wenn man sich die Agenda von Präsident Trump, nämlich die unbedingte Erhaltung des Weltfriedens in Zusammenwirken mit den beiden weiteren Großmächten Russland und China in Augenhöhe, ohne die im sog. Westen so übliche politisch korrekte und medial einseitige Verhetzung des US-Präsidenten, vor Augen hält.

Hier zu EPOCH-TIMES:

http://www.epochtimes.de/politik/welt/us-aussenminister-tillerson-sagt-nato-gipfel-ab-treffen-mit-china-und-russland-wichtiger-a2076428.html

Weiterer Quellentext:

http://www.n-tv.de/politik/Trump-Ich-bin-kein-Isolationist-article19752554.html

Gruß Jörg (Systemkritiker)

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