„Und täglich grüßt das Murmeltier“…

… so liebe Freunde,

könnte man die Situation um die bevorstehende Gründung des sog. „Freiheiltich-konservativen Aufbrauchs in der Union“ (FKA) bezeichnen, wenn man sich die Vita der „christlich- , national- und wertkonservativen“ Kreise und Bewegungen innerhalb der Unionsparteien CDU und CSU ansieht.

Bereits Anfang Dezember 1992 gab es mit der von mir initiierte und organisierte Gründung des „Christlich-Konservative Deutschland-Forum“ kurz CKDF in Bonn auf einem Rhein-Schiff, den ersten Versuch sowohl christlich- und wertkonservative, als auch nationalliberale Unions-Politiker in einem fest organisierten Unions-Flügel, als eine Art Gegengewicht zu der einflussreichen gewerkschaftsnahen CDA-Sozialausschüsse und gesellschaftspolitisch eher liberalen Frauen-Union, zu vereinen. Dsbzgl. bemühte ich mich im ganzen laufenden Jahr 1992 um Kontakte zu entspr. gesinnten CDU- und CSU-Bundestags- und Landtagsabgeordnete und schrieb jeden Einzelnen davon persönlich an. Übrigens, auch die damals schon als CDU-Abgeordnete im Bundestag sitzende Erika Steinbach beglückte ich mit solch einem Schreiben, welches sie damals in einer Antwort darauf noch vollmundig als in ihrem Sinne bezeichnete. Während sie in diesem Jahr mit großem Getöse und lautstarker Kritik an Merkels anti-konservativen Kurs aus der CDU ausgetreten ist, schielte sie damals noch zu sehr auf ihre eigene mögliche Politik-Karriere und hielt geflissentlich ‚Abstand zu der neuen innerparteilichen Opposition. Überhaupt war schon Anfang der 90ger Jahre die Motivation für Solidarität unter den gesamten konservativen Spektrum in der CDU/CSU, mit eben dem vorsichtigen Blick in Richtung eigener Karrierechancen (z. B. sichere Listenplatz zu den nächsten Wahlen) nicht sehr ausgeprägt. Bis dato nur wenige CDU-Parlamentarier trauten sich schließlich aus der Deckung zu kommen, wie die MdBs Claus Jäger und Wilfried Böhm, und einige wenige Landtagsabgeordnete (zumeist aus den Ost-Bundesländern). Einzig der recht bekannte ehem. Berliner CDU-Innensenator hatte dahingehend kein Entscheidungs-Problem, weil er sich zu dieser Zeit schon aus der aktiven Profi-Politik herausgezogen hatte. Doch, diejenigen Unions-Politiker, die sich dann tatsächlich für das Engagement in und für das CKDF entschieden hatten, waren dann auch sehr schnell dabei, mir das Heft des aktiven Handelns aus der Hand zu nehmen!

Letztlich ist das konservative Projekt in der Union eben an der mangelnden Unterstützung der Konservativen in der CDU und CSU gerade auch aus der Basis, die sich nicht imstande sahen, sich dem harten Druck, sowohl aus der obersten als auch aus der mittleren Parteiführungsebene zu stellen, dem diese gestern wie heute bei vermeintlicher Opposition ausgesetzt ist. So wird es auch dem neuen Zusammenschluss der Konservativen in der Union ergehen. Es ist ja nicht so, dass der Linkstrend der CDU erst zum jetzigen Zeitpunkt bzw. seit der Übernahme des Vorsitzes von Merkel stattfindet. Schon unter dem machtvollen und machtbewussten Helmut Kohl fristeten all die christlich- und wertkonservativen Geister in dieser Partei ein Schattendasein. Denn nach den Rückzügen bekannter und zu deren Amtszeiten doch durchaus einflussreichen Politiker, wie Alfred Dregger, Hubert Hupka, Walter Hallstein, Gerhard Stoltenberg, Herbert Czaja, Philipp Jenninger, Walter Wallmann u. v. a. aus der aktiven Politik, konnten die daraus entstandenen personellen „patriotischen Lücken“ in der Union mangels entspr. gesinnten politischen Nachwuchses nicht wieder ausgefüllt werden.Selbst unter einem eher provinziellen und bodenständigen Geist, wie Helmut Kohl, dem man von Natur aus schon eher einen Hang zum bürgerlichen Konservatismus unterstellen würde, waren machtpolitische Denkweisen, die weniger einer werteehrhaltenden als doch zu oft den fremdgesteuerten Interessen gewisser Hintergrund-Kreise dienten, wichtiger, als die zahlenmäßig überwiegend traditionellen und bürgerlichen Bedürfnisse des deutschen Volkes.

Die programmatischen Punkte, gleichbedeutend mit den inhaltlichen Kritikpunkten gegenüber der CDU, sind wie damals unter dem CKDF so auch heute unter dem FKA noch dieselben. Nichts hat sich in den fast genau 25 Jahren seit den beiden Gründungen im Sinne einer „Rekonservatisierung“ der Union verändert – ganz im Gegenteil! Auch die x-fachen Gründungen von diversen „Konservativen Kreisen“ und „Aufbrüchen“ in dieser Zeit, konnten die verstärkt fortschreitende Sozialdemokratisierung unter Angela Merkel nicht stoppen, den Trend nicht wenden. Vielmehr erscheinen diese stets wiederholten Versuche als regelrechte Posse nach dem Film“Und täglich grüßt das Murmeltier“.

Links:

https://www.tichyseinblick.de/meinungen/cdu-mitglieder-proben-revolte-gegen-merkel/

https://de.wikipedia.org/wiki/Christlich-Konservatives_Deutschland-Forum

Aktualisiert am 24.3.2017 um 20:33 Uhr

http://www.focus.de/politik/videos/konservativer-aufbruch-kritik-an-merkel-konservative-in-der-union-schliessen-sich-zusammen_id_6830990.html?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook-focus-online-politik&fbc=facebook-focus-online-politik&ts=201703241819

Gruß Jörg (Systemkritiker)

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