Die verschiedenen Sichtweisen auf eine internationale Krise

Liebe Freunde,

diesen Blog möchte ich auch als Plattform nutzen, um verschiedene Ansichten über diverse Geschehnisse und Situationen darzustellen. Dabei ist es mir nicht wichtig, ob ich diese Analysen bereite (was ich in meinen Artikeln ja auch immer wieder zu tun pflege) oder ob ich das anderen Autoren und Blogger überlasse.

Aktuell geht es nun um den, von den USA gestern durchgeführten, Raketenangriff auf einen syrischen Militärflugplatz, als scheinbare Vergeltung auf den Giftgasangriff in der syrischen Provinz Idlib, für den wiederum Präsident Baschar al-Assad verantwortlich gezeichnet wurde. Wie nun die folgenden Texte aus verschiedenen Internetseiten und Blogs zeigen, wird dieser Angriff der US-Militärs auf verschiedenen Weisen interpretiert und in unterschiedlichsten Ebenen bewertet.

1. Analyse:

War Trumps illegaler Angriff auf Syrien ein brillianter Schachzug?

Es gibt einige Aspekte, die darauf hinweisen, dass der Angriff auf Syrien ein taktisches Täuschungsmanöver war.

Trump: Kleverer Schachzug oder Diener der NWO

Im letzten Artikel beschrieb ich, wie gross meine Enttäuschung über Trumps Angriff auf Syrien war. Ich bezeichnete #Trump als Kriegspräsidenten und Diener der Elite. Ich habe soeben einen spannenden Artikel von Alex Jones gelesen, der bekanntlich ein grosser Fan Trumps ist. Der Artikel relativiert einiges. Alex Jones sieht in Trumps militärischer Handlung einen clevereren Schachzug. Wer Schuld am Gasangriff ist, bleibt übrigens nach wie vor umstritten.

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1. Die Schläge begrenzten sich auf den einen Flugplatz ohne ihn aber ausser Gefecht zu setzen. Die Landebahn blieb unbeschädigt. Es wurden bloss eine Trainings- und eine Lagerhalle, 6 MiG’s, eine Radarstation und eine Kantine beschädigt. (Leider wurden 6 Opfer gemeldet.)

2. Die Syrische Regierung bezeichnet den Angriff nicht als Kriegshandlung, sondern als „blatant aggression“ (unverschämter/offensichtlicher Angriff oder Aggression – nicht eindeutig übersetzbar)

3. Russland wurde vor dem Angriff gewarnt. Es ist davon auszugehen, dass die Warnung an Syrien weitergeleitet wurde.

4. Die New York Times bezeichnete den Angriff, als „the most limited military option“ (die am meisten begrenzte/unschädlichste militärische Option.

5. Ohne diesen Angriff auf Syrien hätten es die Neo-Cons im Kongress und die Administration Trump nicht leicht gemacht, wenn er sich den Russen im Kampf gegen den IS anschliessen wollte. Man hätte ihn als Putins Marionette beschimpft. Nun hat er freie Bahn um die Spannungen mit Russland zu deeskalieren um anschliessend eine Koalition mit Russland gegen den IS zu besiegeln.

6. Ein paar Tage zuvor machte Russland die unübliche öffentliche Aussage, dass die Unterstützung Syriens nicht bedingungslos sei. Ist Russland bereits im Vorfeld informiert worden.

7. Trump sagte, dass er ein Zeichen setzen wolle. Genau genommen war der Angriff sehr harmlos.

8. Die Mainstream Medien können Trump nun nicht mehr als Putins Marionette bezeichnen.

9. Es ist zugleich eine Ohrfeige für die Demokraten, die zwar einen Krieg mit Syrien wollten, aber es mit Obama nie soweit wie Trump gebracht haben. Klar, unter Obama ist extrem viel verdeckt gelaufen, aber direkt haben Sie es nie geschafft Assads Syrien zu bomben. Und wenn, haben sie später als Fehler bezeichnet und sich entschuldigt. Trump hingegen hat #Assad direkt angegriffen, auch wenn der Schlag im Endeffekt sehr harmlos ausfällt.

10. Der IS profitiert nicht von diesem Angriff, da die 6 MiG’s schnell ersetzt werden können und die Landebahn wie gesagt immer noch in Betrieb ist.

11. Trump soll zwischen den Zeilen angedeutet haben, dass er den Gasangriff eher den Terroristen als Assad zuschreibt.

Dieser Artikel basiert auf einer Analyse, die Alex Jones auf Infowars veröffentlichte. Ich finde sie plausibel. Der 3. Weltkrieg zwischen den Grossmächten ist sehr wahrscheinlich doch nicht so akut wie ich es vor ein paar Stunden noch dachte. Entwarnung 😉 #Putin

(Quelle: http://de.blastingnews.com/meinung/2017/04/war-trumps-illegaler-angriff-auf-syrien-ein-brillianter-schachzug-001610847.html)

2. Analyse bzw. direkte Antwort auf die erste Analyse:

Lächerlicher Spin soll Trumps Luftschlag als cleveren Schachzug schönreden

Kommentar Der Schock bei den Trump-Fans über den Luftschlag gegen Syrien sitzt tief. Ohne Kriegserklärung und ohne Erlaubnis des US-Kongresses ließ Trump seine Generäle ein fremdes Land bombardieren, hinter dem…
 

Kommentar

Der Schock bei den Trump-Fans über den Luftschlag gegen Syrien sitzt tief. Ohne Kriegserklärung und ohne Erlaubnis des US-Kongresses ließ Trump seine Generäle ein fremdes Land bombardieren, hinter dem auch noch Russland und der Iran stecken.

Händeringend wurde von den „alternativen“ Medien nach einer Ausrede gesucht, nach einem Spin, mit dem man dieses PR-Desaster wieder schönreden und die Lüge vom cleveren Anti-Establishment-Trump aufrecht erhalten kann.

Es verbreitet sich nun online eine lächerliche zusammengeschusterte Ausrede, laut der Trumps Entscheidung ein cleverer Schachzug gewesen sei, der ihm gleich mehrere große Vorteile bringen soll. Kit Daniels auf Infowars und einige andere Figuren argumentieren:

  • Trump würde nun wegen dem Luftschlag nicht mehr als Putins Marionette wirken
  • Trump hätte sich die Sympathien der Massenmedien gesichert
  • Trumps härteste Kritiker bei den Konservativen müssten nun die Klappe halten
  • Der Schaden durch den Luftschlag war klein und die Russen wurden vorgewarnt, deshalb seien die Russen nicht wirklich sauer. Trump könne nun eine schöne Lösung mit den Russen für Syrien aushandeln
  • Trump wirke jetzt kompetent
  • Trump hätte auch beim Iran und China seine Verhandlungsposition gestärkt

Klingt super, ist aber weitestgehend Unsinn, der den schwitzenden, nervösen Trump-Befürwortern in den „alternativen“ Medien ein wenig mehr Zeit verschaffen soll, bevor auch der Allerdümmste einsehen muss, dass Trump nie vorhatte, das US-Establishment abzusägen:

  • Trump und seine Vertrauten haben trotzdem immer noch die Ermittlungen wegen Russland an der Backe. Und die Luft wird immer dünner für diese Personen. Kürzlich fassten die Russen einen hohen CIA-Maulwurf in ihrem FSB-Cyberware-Programm, der jahrelang Infos weitergegeben hatte. Man kann davon ausgehen, dass es noch mehr hohe CIA-Spione gibt. Außerdem hatte die NSA alle Möglichkeiten, Geldströme und Kommunikationen abzufangen. Vielleicht begräbt das US-Establishment die Ermittlungen gegen Trump, aber im Gegenzug wäre Trump dann auf ewig erpressbar.
  • Trump ist nun gezwungen, den militanten Kurs beizubehalten und zu steigern, um nicht wieder bergab zu rauschen. Der Luftschlag ist schnell wieder verpufft und die Neocons wollen mehr. Der Luftschlag war nur eine sichtbare Maßnahme. Dahinter stehen noch unsichtbare Maßnahmen. Die USA ziehen sich nicht aus der Region wirklich zurück.
  • Trump hatte auch immer angekündigt, sehr hart gegen den Iran vorgehen zu wollen. Das wird den Russen nicht gefallen, dafür aber der US-Rüstungsindustrie
  • Gleichzeitig sind die Russen immer noch illegal in der Ukraine, versuchen sich den Balkan zu krallen und bedrohen verschiedene Teile von Europa. Trump hat als Immobilienhai und Medien-Fuzzi keine Ahnung von diesen Konflikten und wird auf seine Generäle und Neocons hören. Weitere heftige Streitereien mit Russland sind vorprogrammiert
  • Trump hat sein Versprechen wahrgemacht, in anderen Regionen heftiger zu bomben als Obama, was bereits zu deutlich mehr zivilen Opfern führte. Trump kümdigte im Wahlkampf an, dass die Welt Amerika wieder fürchten wird. Trump macht sein Wahlversprechen wahr. Der aktuelle Luftschlag gegen Assad ohne Erlaubnis des Kongresses lässt Trump nicht in einem besseren Licht erscheinen.
  • Trumps harte Kritiker bei den Republikanern werden nicht lockerlassen. Trump scheiterte kläglich mit der Abschaffung von Obamacare und seinen Einreisestopps. Ein kleiner Luftschlag ändert nichts daran
  • Gemeinsame „Lösungen“ von Washington und Moskau können zwar den Syrien-Krieg beenden, aber wenn die beiden Super-Reiche eine Weltregierung bilden, steht die Welt vor der totalen Diktatur.
  • Die Russen werden wegen dem Luftschlag kein bisschen zurückstecken, weder bei Syrien noch beim Iran
  • Syrien interessiert die Chinesen nur marginal. Trump hat jetzt keine verbesserte Verhandlungsposition. Trumps Generäle analysieren, wie sie vorgehen wollen. Trump hat vom Militär soviel Ahnung, wie ein Fisch vom Fahrrad fahren
  • Trumps Administration ist immer noch voller Establishment-Insider und Neocons . Neurechte wie Steve Bannon sind auf dem Abstellgleis gelandet.
  • Beim nächsten 9/11 wird Trump garantiert zum George Bush 2.0. Seine Heimatschutz-Bosse sind höchst verdächtig

Kurzum: Der Betrug am Publikum wird weitergesponnen mit neuen Ausreden und naivem Wunschdenken. Die Trump-Beklatscher verschaffen sich wieder etwas mehr Zeit. Spätestens wenn Trump die Banken beschenkt, einen Krieg anfängt und Folterprogramme starten lässt, wird auch der Allerdümmste es begreifen.

Natürlich klammert sich Alex Jones, einer der widerlichsten Trump-Beklatscher, nun an genau diesen Strohhalm von Trumps angeblich respektablem Schachzug.

Die negativen Votes und Kommentare unter Jones‘ Youtube-Video sprechen allerdings Bände.

(Quelle: http://recentr.com/2017/04/08/laecherlicher-spin-soll-trumps-luftschlag-als-cleveren-schachzug-schoenreden/)

3. Analyse:

USA: Trump übergibt die Macht an die Generäle

Mit dem Luftschlag gegen Syrien hat US-Präsident Trump ein Zeichen gesetzt: Sein Kurs lautet, dass die US-Armee für das Führen von Kriegen zuständig ist und nicht die Geheimdienste. Um diese Position zu etablieren, hat der russische Präsident Wladimir Putin seinem US-Kollegen die entsprechende Unterstützung angedeihen lassen. Die Aktion ist ein Signal nach innen und nach außen.
US-Präsident Donald Trump hat von Anbeginn einen wirklich gefährlichen Feind gehabt: Die Geheimdienste haben Obama und Clinton unterstützt. Das Außenministerium ist faktisch handlungsunfähig, weil alle wichtigen Positionen neu besetzt werden müssen. Die Geheimdienste haben Trump offen attackiert und herausgefordert. Sie haben ihn ausspioniert, auch wenn das Ausmaß noch nicht klar ist.
Die Geheimdienste, vor allem die CIA, haben in den vergangenen Jahren eine wichtige Rolle übernommen: Sie sind in die Bresche gesprungen, weil die US-Armee und der US-Kongress dem damaligen Präsidenten Barack Obama die Gefolgschaft verweigerten und sich nicht in einen offenen Krieg mit Syrien begeben wollten. Obama, der später sein Scheitern einräumen sollte, hat daher die CIA beauftragt, im Nahen Osten mit Söldnern tätig zu werden, um die geopolitischen Ziele durchzusetzen.
Das Ergebnis ist ein einziges Desaster: Libyen, der Irak, Afghanistan und Syrien sind nicht, wie erhofft, US-Satelliten geworden. In allen Ländern herrscht Anarchie. Die Gründe sind einfach: Söldner kämpfen für denjenigen, der sie bezahlt. Sie haben keine militärische Kommandostruktur und keine Loyalität. Sie operieren per se im luftleeren Raum. Dasselbe gilt für die CIA: Sie wurde von Allen Dulles aufgebaut, um „regime change“ möglich zu machen. Sie operiert ebenfalls im luftleeren Raum. Das einzige, was die CIA braucht, um tätig zu werden, ist ein Befehl des Präsidenten. Danach läuft alles verdeckt ab – das ideale Umfeld für Korruption, Erpressung und Rechtsbruch.
Barack Obama war ein schwacher Präsident – und hat der CIA enorme Freiräume gewährt. Der Dienst – und in etwas eingeschränkterem Maß die anderen Dienste wie die NSA – haben in dem Vakuum ein Eigenleben entwickelt und sind zu einer tragenden Säule des sogenannten „deep state“ geworden. Die Sache ist so sehr aus dem Ruder gelaufen, dass Teile der CIA sogar überzeugt waren, auch den neuen Präsidenten stürzen zu können.
Vor allem in Syrien ist die Sache so sehr außer Kontrolle geraten, dass die Russen im Herbst 2014 eingreifen mussten: Moskau sah die reale Gefahr, dass ihre eigene Luftwaffenbasis in Latakia gefährdet war. Ebenso bestand die Gefahr, dass Islamisten im großen Stil auch nach Russland einsickern. Der Terroranschlag von St. Petersburg vom vergangenen Montag, nur einen Tag vor dem angeblichen Giftgas-Angriff, ist ein Beleg, dass die russischen Befürchtungen nicht aus der Luft gegriffen waren.
Trump hat von allem Anfang an klargemacht, dass er Generäle in seinem Stab haben will. Es ging Trump zunächst weniger um Kriege nach außen, sondern die Wiederherstellung einer zumindest rudimentär funktionierenden Verfassung in den USA. Mit James Mattis als Verteidigungsminister, John Kelly als Heimatschutzminister, H.R. McMaster als Sicherheitsberater und dessen Stabschef Keith Kellogg berief er hochrangige Generäle in die Regierung. Innenstaatssekretär Ryan Zinke kommt von den Navy Seals und der neue CIA-Chef Mike Pompeo von der militärischen Eliteschule West Point.
Der Luftschlag gegen Syrien ist ein klares Signal an die Geheimdienste gewesen: Trump will die Probleme nicht klandestin und in verdeckten Operationen lösen, sondern mit offenem Visier. Seine Aussage im Wahlkampf, er wolle ein starkes Militär, um es niemals einsetzen zu müssen, erforderte als ersten Schritt, dass das Militär überhaupt wieder als Werkzeug der Regierung anerkannt wird.
Mit dem Luftschlag hat Trump die Geheimdienste mit ihren eigenen Waffen geschlagen: Denn sie haben ihm ja die Informationen von dem Giftgas-Anschlag überbracht. Wenn dies nicht gestimmt haben sollte, dann wäre es für Trump gefährlich geworden: Man hätte ihm unterjubeln können, dass das Giftgas von Söldnern eingesetzt worden sei, die mit den USA kollaborieren. Mit dem Luftschlag ist dieses Thema vermutlich vom Tisch – auch wenn auf der Website des Libertarian Institute ein ehemaliger CIA-Mann behauptet, dass die CIA Trump gewarnt haben und ihm eingeredet haben will, der Anschlag sei so erfolgt wie von den Russen dargestellt. Doch es wird mit jedem Tag schwieriger, Trump in diesem Punkt eine Falle zu stellen. Dass die Rechten über Trumps Aktion verärgert sind, wie etwa die Kommentare in Counterpunch oder im New Statesman zeigen, braucht ihn nicht zu kümmern: Sie haben keine Alternativen, und wenn es Trump jetzt gelingt, in Syrien Bewegung in Richtung einer politischen Lösung zu bringen, kann er einen echten Erfolg verbuchen.
Trump hat vor allem – zumindest für den Moment – seine größten Feinde beruhigt: Die Neocon-Senatoren Lindsey Graham und John McCain jubelten nach dem Militärschlag, sowie fast ausnahmslos alle anderen Senatoren und die wichtigsten Sprecher der Mainstream-Republikaner. Zwar stellen einige die berechtigte Frage, wie es denn nun weitergehen solle. Doch dies ist für Trump völlig zweitrangig: Mit dem Luftschlag ist die Führung im Syrien-Konflikt aus den Händen der Geheimdienste genommen und wieder den Generälen übertragen. Für die CIA ist diese Verschiebung besonders gefährlich: Sie muss nun öffentlich plötzlich pro Trump sein. Auf CNN brach ein Moderator in Begeisterung über den Luftschlag aus und sagte, dies sei die Nacht, in der „Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten geworden“ sei. Bei so viel Pathos von Trumps früheren Todfeinden kann die CIA nun schlecht gegen Trump agitieren – zumindest für den Moment. Außerdem kann die CIA froh sein, dass die von ihr geführten Söldner eine Atempause bekommen und sich neu formieren können. Zugleich ist mit der US-Armee ein neuer Spieler auf dem Platz, der schon seit Trumps Antritt an Personalstärke deutlich zugelegt hat.
Trump kann, wie die Manager sagen, das „momentum“ nützen, das er hat: Dies hängt auch mit der Art des Luftschlags zusammen. Der Einsatz hat nämlich vergleichsweise geringen Schaden angerichtet (Video 2). Das hängt vor allem damit zusammen, dass die US-Armee die Russen vor dem Luftschlag gewarnt hatte, wie die TASS bestätigt. Diese wiederum hatte die Gelegenheit, die Syrer zu warnen. Daher war der Flughafen quasi evakuiert, als die Tomahawks einschlugen. Laut russischen Angaben erreichten nur 23 Raketen ihr Ziel. Die Aktion war mit den Russen offenbar noch genauer abgesprochen: Denn weder die Russen noch die Syrer haben ihre Luftabwehr aktiviert. Die Russen hatten erst vor einigen Monaten Luftabwehrraketen nach Syrien verlegt und wären selbstverständlich in der Lage gewesen, die Tomahawks abzufangen. Er am Morgen nach dem Luftschlag meldete die TASS, dass die Russen planen, die Luftabwehr wieder zu aktivieren. Der Schaden an der Rollbahn war außerdem so geringfügig, dass syrische Jets bereits am späten Nachmittag des Freitag wieder starten und landen konnten.
Der Luftschlag und die Tatsache, dass die Russen mitgespielt haben, setzt den syrischen Präsidenten Assad unter Druck: Er weiß jetzt, dass seine Bäume nicht in den Himmel wachsen und er sich einer Neuordnung Syriens nicht auf Dauer wird widersetzen können. Für die Russen wird es nun darauf ankommen, mit der US-Armee einen vernünftigen Gesprächskanal zu eröffnen. Die von Moskau angekündigte Kommunikationssperre wird nicht von Dauer sein. Auch Russland will aus Syrien raus. Und obwohl Putin ein ehemaliger KGB-Mann ist, halten die Russen eine reguläre Armee für den besseren Gesprächspartner als die Geheimdienste – zumal in einer echten Kriegssituation wie in Syrien.
Russland kann sich wegen seiner wirtschaftlichen Lage den Krieg in Syrien ohnehin nur leisten, weil die Syrer dafür bezahlen müssen. Doch dieser Preis ist für Moskau nur dann ein Wert, wenn das Land nicht in Schutt und Asche gelegt wird. Ob am Ende eine Teilung stehen wird, wie es der russische Vorschlag für eine neue Verfassung vorsieht, ist noch offen.
Schließlich hat Trump eine wichtige Botschaft auch an Nordkorea und China geschickt. Es wäre denkbar, dass Trump macchiavellistisch genug ist, um den Luftschlag ganz bewusst zwischen dem Hauptgang und dem Dessert zu servieren, bei einem Dinner mit seinem chinesischen Gast Xi. Dafür spricht, dass NBC am Freitag meldete, dass die USA erwägen, Atomwaffen nach Südkorea zu verlegen, um Nordkorea in Schach zu halten. So eine Drohung macht Eindruck, wenn gerade die Bilder der Cruise Missiles aus dem Mittelmeer über die Bildschirme flackern.
Natürlich ist es ein seltsames Bild, dass in den USA jetzt eine Regierung herrscht, die den Eindruck einer Militärjunta macht. Doch angesichts des innen- und außenpolitischen Chaos, das Trump geerbt hat, haben die US-Finanzeliten, die am Ende den Präsidenten bestimmen, wohl keine andere Wahl gehabt. Dass diese Besetzung zwangsläufig zu mehr Krieg in der Welt führen wird, ist noch nicht ausgemacht: Auch in Israel, das als Oligarchie den USA durchaus vergleichbar ist, haben in den vergangenen Jahren immer die Militärs den kühlen Kopf behalten und sind größenwahnsinnigen Politikern in den Arm gefallen, wenn diese partout wieder einmal einen Krieg vom Zaun brechen wollten.

(Quelle: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/04/08/usa-trump-uebergibt-die-macht-die-generaele/?nlid=c5c058d9b8)

Nun habe ich drei verschiedene Analyse hier aufgezeigt. Welche die richtige ist, ob überhaupt eine davon richtig ist, wissen wir nicht. Jeder kann sich da aber nun seine eigenen Gedanken machen. Vllt. bringt jemand einen ganz anderen Aspekt dabei hervor, den er dann gerne hier zum Besten geben darf.

Gruß Jörg (Systemkritiker)

Aktualisiert am 09.04.17 um 11:44 Uhr

http://www.epochtimes.de/politik/welt/syrien-trump-luftschlag-traf-die-cia-putin-wurde-vorgewarnt-und-aktivierte-die-luftabwehr-nicht-a2091668.html

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