Die „Macronisierung“ der Politik

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Liebe Freunde,

es schien mir gerade eben wie Schuppen von den Augen gefallen. Die Politik, so wie sie sich z. Zt. zunehmend darstellt, angefangen mit der Präsidentenwahl in Frankreich, bei der ein Kandidat die Wahl gewann, in dem er hinter sich in einer sog. „Bewegung“ sämtliche Politiker verschiedenster Couleur (Sozialisten, Konservative, Liberale, Zentristen und Linke) sammelte („Macronisierung“), ist nun der letzte absolute und deutliche Hinweis, um nicht zu sagen, der „nasse Waschlappen ins Gesicht des Pöbels“, der Kräfte und Kreise im finanz-mafiösen Hintergrund an den Bürger, was sie eigentlich mit ihm treiben. Noch deutlicher geht es nimmer!

Parteien zum Wohle der Menschen

Wie komme ich darauf? Auch ich bin ein Kind des Zeitgeistes und habe die dinge, wie sie wirklich sind, nicht durchschaut. Auch ich wuchs in dem Glauben auf, dass es eine echte, sich für den Bürger einsetzende, also dem Volke im wahrsten Sinne dienende Demokratie gibt, in der verschiedene politische Ansichten (Parteien), mit den daraus entwickelten unterschiedlichen Ansichten, welcher Weg für die Menschen zur Erreichung ihres Wohles der Dienliche ist, gegeneinander konkurrieren. Dabei wurde in den nun über hundert Jahren, seit es diese Parteien von den Menschen übersehen, dass es zwar fordergründig verschiedene politische Ansichten mit unterschiedlichen Wegen gibt, die jedoch letztlich nicht das Ziel haben, auf das Wohl der Menschen hinzuarbeiten. Mal nebenbei erwähnt, auch bei der Institution Kirche geht es auch nicht wirklich um das Seelenheil der Gläubigen! Vielmehr ging es schon immer darum, den Interessen der so geheimen Hintergrundkreise und -Personen zu dienen. Dabei ist es völlig egal, ob es sich bei dem gerade führenden Politiker um einen sog. Sozialisten/Sozialdemokraten handelt oder um einen vermeintlichen Konservativen, sie sind letztlich nur die Marionetten dieser Hintergrundmacht.

Koalition als Vorstufe 

Wie lief es bisher? Man bot dem Volk mehrere politische Organisationen (Parteien) mit verschiedenen Farben an, die vorgaben unterschiedliche politische Ziele zu haben. Man ließ die Bürgerinnen und Bürger diese Parteien wählen, in dem glauben, dass sie unterschiedliche Konzepte und Modelle haben, die zum Ziel das Wohl des Volkes haben. Die dann daraus resultierende Mehrheitsverhältnisse ließen eine Alleinregierung einer einzigen Partei nicht zu, was zur Folge hatte, dass eine sog. Koalition zwischen zwei vermeintlich verschiedenen Parteien mit unterschiedlichen Programmen begründet wurde. Die Basis ist dann der sog. Koalitonsvertrag. Doch, um was handelt es sich bei einem Koalitionsvertrag? Etwa um einen Vertrag in dem steht, welche anderweitige Ziele die eine Partei im Unterschied zur „Partner“-Partei in der Koalitions-Regierung verfolgt? Nein, eben nicht! Dass es sich dabei um ein sog. Kompromisspapier handelt, wie man uns weismachen will, ist schlichtweg gelogen! Ein Koalitions-Vertrag ist ein Arbeitsauftrag BEIDER unterschiedlicher Parteien in den kommenden 4 Jahren ein und dasselbe Ziel zu erreichen. Sprich, wenn die CDU mit der SPD in einer Koalition sitzen haben beide vermeintlich unterschiedliche Programme, in Wahrheit aber genau dasselbe Zeil. Das bedeutet als letzte Konsequenz, dass es völlig egal ist, welche Partei der Bürger, die Bürgerin wählt. Es ist also alles nur Theater!

„Macronisierung“ der Politik

Nun scheint sich in den letzten Jahren ein gewisser Bewusstseinswandel unter den Wählerinnen und Wähler ereignet zu haben, der wohl auch noch nicht endgültig beendet ist. Das führte zunehmend und immer eindeutiger zu Politik(er)-Müdigkeit und dadurch als Konsequent eine immer größer werdende Wahlenthaltung unter den Bürgerinnen und Bürgern. Die Akzeptanz der politischen Parteien ging und geht noch immer weiter zurück. Daraus erkannten die Hintergrundmächte eine große Gefahr für ihre Macht, ihren Profit und letztlich für ihr Allmachtsziel, der Schaffung einer „Neuen Weltordnung“ (NWO). Deshalb bedienen sie sich quasi nun eines alten Rezeptes aus den längst verblichenen Strukturen des untergegangenen realen Sozialismus, nämlich der Neuschaffung einer Art „Nationalen Front“ oder „Volksfront“, in der sich alle politische Richtungen in einer gemeinsamen Struktur einfinden. Damals hieß das Stalinismus. Heute baut man EINE neue politische „Bewegung“ in der sich Politiker und politisch Interessierter aller möglichen politischen Schattierungen sammeln und nennt dies „Macronisierung“. Das Endziel bleibt dasselbe!

Resümee 

Die französischen Präsidentenwahlen haben gezeigt, dass diese Strategie nur zum Teil aufgegangen ist. Eine übergroße Anzahl der Franzosen blieben letztlich trotzdem zuhause und wählte nicht die rechtsnationale Marine Le Pen aber eben auch nicht den Vertreter dieser neuen „Bewegung“ Emmanuel Macron. Bleibt abzuwarten und zu schauen, wie und ob dieser neue Weg bei den französischen Parlamentswahlen die Wählerinnen und Wähler tatsächlich beeindruckt, oder ob diese dann doch den o. g. „nassen Waschlappen im Gesicht“ gespürt haben. Dsbzgl. lohnt sich auch der Blick nach Österreich, wo der ÖVP-Chef Sebastian Kurz mit einer offenen „Liste Sebastian Kurz“ bei den vorgezogenen Nationalratswahlen genau diese Macron-Strategie fahren und Bundeskanzler werden will.

Gruß Jörg (Systemkritiker)

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